Gemeinsam vernetzen: Der Radwanderweg von Rheinsberg nach Dorf Zechlin entsteht unter anderem mit Hilfe von EU-Geld. Um ein amtsübergreifendes Netz verwirklichen zu können, müssten die verschiedenen Fördertöpfe geschickt kombiniert werden, meinen die Amtsdirektoren von Rheinsberg und Lindow.

FOTO: PETER GEISLER

Märkische Allgemeine vom 16.02.2000, S.16 (Ruppiner Tageblatt):

Die Macht der Mischung

Modellprojekt für Radwegebau

LINDOW/RHEINSBERG. Es ist richtig, so etwas macht nur Sinn, wenn es auch mit den anderen Amtsbereichen abgestimmt ist", erklärte Amtsdirektor Manfred Richter am Montag dem Rheinsberger Amtsausschuss. In der Tat gebe es ein Gesamtkonzept, das die Radwegeprojekte der Ämter untereinander verbinde, so Richter auf eine Nachfrage zur Radwegeplanung mit den benachbarten Ämtern. "Das Problem ist nur, dass die einzelnen Amtsbereiche nur wenig Geld haben - da macht jeder verständlicherweise zuerst die Strecken, die er am wichtigsten hält." Dadurch dauere alles zwar etwas länger, aber die Anbindung an die Nachbarn werde nicht vergessen. "Das ist alles abgestimmt." Wann der Anschluss beispielsweise an das Lindower Netz erfolge, könne er aber nicht sagen.

"An den Amtsgrenzen wurden die verschiedenen Übergabepunkte festgelegt", bestätigt Richters Amtskollege Peter Hortig in Lindow. Und wenn es nach ihm geht, dann könnte die Abstimmung sogar noch auf die Frage der Finanzierung ausgedehnt werden, um die baldige Fertigstellung des Netzes voranzutreiben.

Gespräch mit den Ministern

"Ein Gespräch mit den verschiedenen Ministerien in Potsdam könnte Fördertöpfe zusammenführen und für das Radwegeprojekt nutzbar machen", so Hortig. Über den Landtagsabgeordneten Wolfgang Klein soll demnächst eine interministerielle Runde zusammenkommen.

Mit Nachbarn schon abgestimmt

"Zu diesem Thema gab es im August schon ein Treffen mit den Amtsdirektoren und einigen Bürgermeistern all unserer Nachbarn", so Hortig. Ziel sei, das Radwegenetz als Modellprojekt im Verbund umzusetzen. Im Idealfall können Touristen ab 2002 von Kremmen bis Rheinsberg radeln."

Bis es dazu kommt, müsse man mit dem Bauministerium (Radwege entlang der Landesstraßen), dem Landwirtschaftsministerium (Radwege auf landwirtschaftlichen Wegen) und dem Wirtschaftsministerium (Radwege zur Tourismusförderung) zusammenkommen. Je nach Zuständigkeit könnte ein Ministerium bestimmte Teilstrecken fördern. Für die Koordinierung wäre es am besten, wenn sich der Landkreis das Projekt auf den Tisch ziehen würde. Und was den Anteil der armen Kommunen betrifft, so bieten sich gerade beim Radwegebau die so genannten Vergabe-ABM an", meint Hortig. Mit diesen Maßnahmen könnten Gemeinden Eigenleistungen darstellen und somit bares Geld sparen.

alf

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Für das Internet bearbeitet: Kathleen Strauch Kl.5a (SAS)
Erstellt: 16.02.2000