Skatertest Rad- und Wanderweg Rheinsberg - Zechlinerhütte im Dunkeln


Radfahren und Skaten ...          

Legende: 1 Rheinsberg - Zechlinerhütte, 2 Paulshorster Weg
3 Rheinsberg - Menz, 4 Rheinsberg - Zechlinerhütte im Dunkeln
5 Maik befragt 11 Kinder zum Skaten in Rheinsberg, 6 Kremmen - Sommerfeld - Beetz (mit Ulrici-Klinik) ... auf dem Weg nach Rheinsberg,
7 Skaten im Winter
Skatertest
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Die Lampe wurde zunächst vorn auf den Schuh montiert.

Das Rücklicht klemmte zuerst an der Schale, später am Innenschuh.

Bewertung:
10
15

Punkte
(2-)
Schutz:
Vollschutz
notwendig!

Nix für Kinder!
(Klick: Tipps/Kinder im Straßenverkehr/
Was können Kinder wann?)

Die Frau sagt nichts dazu, denkt sich nur ihren Teil: "Der macht sowieso, was er will!". Ich mache mich um 19:30 Uhr auf, um die Piste bei Dunkelheit zu testen.

Nun, im Lehrbuch heißt es: Skaten ist nicht für die Dunkelheit gedacht. Aber der Handel bietet Skaterbeleuchtung für diese Fälle an. In Rheinsberg ist es nicht möglich, diese Beleuchtung auf Anhieb zu bekommen. Auch ein Preisvergleich ist nicht möglich. Fa. Thäns sagt zu ihrem Angebot: "Wir bieten schon nur an, was preislich verträglich ist!" - und das nehme ich den Leuten auch ab.

Getestet werden zwei Produkte: eine Halogen-Batterieleuchte "Vorne" von Filmer (19,95 DM ohne Batterien) für’s Fahrrad (Hinweis: Nicht zugelassen nach STVZO) und ein Blinklicht-Rückstrahler von Smart (DM 11,99 ohne Batterien); und die Betriebskosten (Stromversorgung: 2x Babyzellen und 2x Sonderformat AAA *2, 1,5V, ca. 6 DM). Beide Teile sind zunächst am linken Inliner befestigt.

Die Dämmerung neigt sich ihrem Ende. Ich starte wie immer bei den Seglern. Einige Radfahrer mit und ohne Beleuchtung fahren an mir vorbei, während ich noch die Schuhe wechsele. Das Aufsammeln von Zweigen und Steinen erübrigt sich, da sie sowieso nicht zu sehen sind. Nächste Begegnung mit Radfahrern hinterm Bad. Kommentar: "Na, so etwas habe ich ja überhaupt noch nicht gesehen!" - Husch, auch vorbei. Langsm fahren ist angesagt, denn der Scheinwerfer gibt nicht viel her. Trotzdem kein Problem am Hang ins Luch - kein Gegenverkehr! Die Lampe klappert ziemlich stark auf der Hartschale. Kurz vor der Einfahrt zum "E.T.": der Rückstrahler liegt auf dem Weg. Dasselbe noch einmal hinter der Einfahrt. Fast unregistriert: der letzte Radfahrer.

Ich klemme den Rückstrahler jetzt an den Innenschuh (mit Hautkontakt) und nehme die Lampe in die Hand. Jetzt geht’s besser. Obwohl es am Morgen geregnet hatte, ist die Bitumenoberfläche zumeist trocken. Nur dort, wo viele Nadeln liegen spürt man einige Glätte, besonders dort, wo der Weg in den Wald führt (hinter Hohenelse und in der Bikowkurve). Der Spaß hält sich Grenzen, er wird mehr von der Neugier hochgehalten.

Der erste Versuch

So ging’s dann besser!

Die monatelange Übung zahlt sich aus: Steinchen und Zweiglein sind kein Hindernis mehr, und ein leichtes Stolpern läßt sich ohne Sturz abfangen. Man muß schon mit der Piste gut vertraut sein, um im Dunkeln zu skaten. Jedes Licht, besonders die Lampen entgegenkommender, aber auch überholender Kfz machen den Skater blind, obwohl es nicht vollkommen dunkel ist: Der zunehmende Mond hinter den Wolken lässt diese zu einer schwachen Lichtquelle werden, welche die Piste in ein gerade noch erkennbares Grau hüllt. Der Versuch, ganz ohne Lampe zu fahren, erweist sich allerdings als unbrauchbar, vor allem im Wald an der Bikowkurve.

Rücktour: Kurz vor Schlaborn kommt ein Trabi aus dem Wald. Das seltsame Etwas, das da auf dem Radweg auf ihn zukommt, will er vorbeilassen. Nur bin ich langsam genug, um von der Piste zu steigen und ihm eine ungehinderte Auffahrt auf die Landstraße zu gewähren.

Doch kurz danach: Hindernis oder Fahrfehler - ein vorwärtiger Sturz ist nicht zu vermeiden. Der Reflex, was man in der Hand hält, ist zu schützen, läßt sich nicht abstellen, und so ist das Zubodengehen etwas unglücklich. Erstmalig wird der Schutzhelm gebraucht: Ohne ihn hätte ich jetzt Schrammen im Gesicht. Die um die Lampe verkrampfte Hand allerdings trägt etwas lädierte Fingerknochen davon. Lehre daraus: Beim Skaten sollte man alles Zubehör am Leibe tragen, nichts in den Händen!

Auf der beleuchteten Strecke von Hohenelse aus ist man wierder sicherer, die eigenen Lampen dienen nur noch der Erleuchtung - aber Radfahrer sind nicht mehr unterwegs, Fußgänger schon gar nicht. Ich zögere etwas, als der Hang bei den Seglern vor mir liegt. Beim letzten Mal im Halbdunkel gab’s hier eine sehr kräftige Bauchlandung mit zerstörtem Handschutz und Loch in der Hose. Ich halte an und stecke die Lampe in den Rucksack. Dann nehme ich mir die Abfahrt vor. Alles paletti.

20:15 Uhr daheim. Nun kann sich die Frau doch ihren Kommentar nicht verkneifen: "Ja, ja, das Kind im Manne!" Ich lache mit. Ob ich’s noch einmal mache? Nun, wenn schon, dann aber durch die beleuchtete Stadt.

Der Rückstrahler hat sich nach richtiger Befestigung als gut erwiesen. Die Lampe sollte vielleicht lieber durch eine am Körper befestigte Taschenlampe ersetzt werden; in der Stadt dürfte ein Clip ähnlich dem Rückstrahler ausreichen. Die Batterien zeigen noch keine Ermüdung.

Schulnetz Rheinsberg
Text und Fotos: Grossmann
Erstellt: 22.09.99