Wie es anfing ...         ... und wie's weitergeht!

Nach Jürgen Rammelt in: Märkische Allgemeine Zeitung vom 17.11.99, S.16 (Neuruppiner Tageblatt):

Der Mühlenberg in Rheinsberg soll renaturiert werden. Dazu will die SPD-Fraktion auf der morgigen Stadtverordnetenversammlung ein Projekt vorstellen, das an diesem Standort ein Spielparadies für Kinder und Jugendliche zum Inhalt hat.

FOTO: JÜRGEN RAMMELT

Rodelberg und Skaterbahn

RHEINSBERG. Die Rheinsberger SPD-Fraktion will mit einem neuen Projekt die weitere Entwicklung der Stadt vorantreiben. Dabei handelt es sich um die Renatuierung einer Deponie aus der Vorwendezeit. Laut Wolfgang Weiß von der Rheinsberger Beschäftigungsgesellschaft ist es eine unbelastete Hinterlassenschaft, weil dorthin fast nur kaputtes Gerschirr, der Betriebsabfall der ehemaligen Steingutfabrik, entsorgt wurde.

"Nachdem sich die Rheinsberger Abgeordneten in jüngster Zeit um die Ansiedlung eines Maharishi-Ayurveda-Gesundheitszentrums mit politischer Meinungsmache und gegenseitigen Anschuldigungen beschäftigt hatten, möchte meine Fraktion wieder zur Tagesordnung übergehen. Die teilweise unsachlich geführte Auseinandersetzung muss zu Ende sein", sagte in dieser Woche Stadtverordnetenvorsteher Sven Alisch.

Um Sachfragen anzugehen, habe seine Fraktion sich der Sorgen eines 12-jährigen Rheinsberger Schülers angenommen. Dieser hatte über das Internet einen Brief an die Abgeordneten geschrieben, in dem er die mangelnden Freizeitmöglichkeiten in seiner Heimatstadt kritisierte. "Obwohl wir der Auffassung sind, dass für die Jugend bereits eine Menge getan wurde, hat uns der Brief schon gewurmt", sagte Alisch.

"Jetzt haben wir eine Idee entwickelt, die die Stadt ein gutes Stück voranbringen könnte." Kernstück ist die Renaturierung der ehemaligen Deponie der Steingutfabik unterhalb der "Holländermühle". Noch vor der Wende ist die Kippe auf Betreiben des Umweltamtes geschlossen sowie mit Kies und Erde überdeckt und eingezäunt worden.

Nach den bereits durch ein Ingenieurbüro erarbeiteten Plänen wird unter Nutzung der natürlichen Gegebenheiten dort ein Rodelberg entstehen. Außerdem soll die in einem sehr schlechten Zustand befindliche Mini-Golf-Anlage vom Sportplatz dorthin verlagert werden. Der Wirt der "Holländermühle" Günter Schmidt bestätigte, dass er gewillt ist, das Sport-Objekt zu bewirtschaften. Laut Weiß ist ausreichend Platz vorhanden, um auch eine Piste für Montain-Biker zu errichten. Darüber hinaus soll nach dem Muster der Stadt Neuruppin auf den Mühlenberg und auf der vorhandenen Freifläche an der Seebadeanstalt eine Skaterbahn errichtet werden.

Diese Anlagen sollen allerdings etwas kleiner als die in Neuruppin ausfallen. Während die Bahn an der Holländermühle speziell für Anfänger und die jüngeren Rheinsberger sein wird, soll die Skateranlage am Badestrand hinsichtlich des Schwierigkeitsgrades die größeren Jugendlichen anlocken. Die Rheinsberger Beschäftigungsgesellschaft Rabs hat zugesagt, das Projekt zu unterstützen.

AG Schulnetz Junior
Quelle: s.o.; Original leicht gekürzt.
Für das Internet bearbeitet: Maik Stranz, Kl.7b
Erstellt: 08.12.1999