Am 10.09.99 angetestet:
| Legende: 1 Rheinsberg - Zechlinerhütte, 2 Paulshorster Weg 3 Angetestet: Rheinsberg - Menz, 4 Rheinsberg - Zechlinerhütte im Dunkeln 5 Maik befragt 11 Kinder zum Skaten in Rheinsberg, 6 Kremmen - Sommerfeld - Beetz (mit Ulrici-Klinik) ... auf dem Weg nach Rheinsberg, 7 Skaten im Winter |
Skatertest |
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Die Baumaschine steht am Freitag nach Feierabend am Forsthaus Sellenwalde. Von hier aus ist ein Stück des Radwanderweges zwischen Rheinsberg und Menz zwar noch nicht fertiggestellt, aber mit dem Fahrrad gut befahrbar. Und es ist auch das Stück, das mich am meisten interessiert.
Vermutlich wird in der nächsten Woche zwischen Sellenwalde und der Waldschänke weitergebaut, um einen Anschluss an den vorhandenen Rad- und Wanderweg Rheinsberg - Waldschänke zu schaffen.
| Bewertung: 12 15 Punkte (2+) | Schutz: Vollschutz dringend angeraten! |
| Für skatende Kinder ohne Begleitung der Eltern nur bedingt geeignet. (Klick: Tipps/Kinder im Straßenverkehr/ Was können Kinder wann?) | |
Der befahrbare Teil beginnt an diesem Tag in Sellenwalde links der Straße von Rheinsberg nach Menz und kreuzt dann nach wenigen Metern rechtwinklig die Landstraße, um sich weiterhin auf der Gastrasse fortzusetzen. Hier lässt es sich gut mit dem Rad und sicherlich auch gut mit Inline-Skates fahren - bis zum Berg an Zeitz’ Koppel. Jetzt kann eigentlich nur der Radfahrer unbesorgt weiterfahren - seine Bremsen müssen natürlich an dem steilen Berg auf Abwärtstour gut funktionieren. Ich habe mir sagen lassen, dass hier ein Radfahrer schon mit 48 km/h hinabgerast ist.
Das würde man mit Inline-Skates auch erreichen. Ob dann die Fahrt in der ziemlich eckigen Kurve und der Schlängelstrecke durch die Bäume an der Pferdekoppel noch dirigierbar ist, wäre ernsthaft in Frage zu stellen. Der ungeübte Skater wird wohl hier aus Sicherheitsgründen(!!!) lieber die Landstraße benutzen (was für ein Irrsinn!) und diese mit den Autos teilen, die hier eh nur 30 km/h fahren dürfen. Die Straße muss zwar den gleichen Höhenunterschied überwinden, ihre Fahrbahn ist jedoch wesentlich sanfter geführt als die Rad- und Fußwanderpiste, die ja der Gastrasse folgt - und was macht schon dem Gas ein steiler Hang aus.
Sicherlich ist diese Trassenführung die kostengünstigste - aber der Freizeitskater hätte sich schon lieber einen sanften Bogen durch den Wald gewünscht. So viel Adrenalin hätte wirklich nicht im Angebot sein müssen. Doch sicherlich werden sich bald einige Crash-Kids diesen Abschnitt für ihre Kicks und Mutproben reservieren und damit jeden anderen Passanten vertreiben. Ob das im Sinne der eigentlichen Idee sein wird, ist kaum anzunehmen. Da fällt mir ein, dass sich vor etwa 20 Jahren hier eine Rheinsbergerin auf der schon damals wirklich guten und glatten Straße mit dem Fahrrad zu Tode gestürzt hatte: Genickbruch. Aus.
Ich stelle mein Fahrrad in den Wald und ziehe jetzt erst die Skates an, um die Piste von unten her zu testen. Ausgewählt wurden extra ABEC-1-Lager, um nicht zu schnell zu sein. Ich teste heute mehrmals nur die untere, nicht ganz so steile Hälfte und finde, dass sie ganz schön "Fahrt" macht. Gegenverkehr ist nicht erwünscht. Radfahrer kommen von Menz her und steigen ab, um ihr Fahrrad hinaufzuführen.
Zeitz’ Koppel ist für die Wanderer ein willkommener kleiner, kostenloser Zoo, der zum Verweilen einlädt. Beim ersten Male Vorbeiskaten begaben sich die Pferde zwar argwöhnisch in einen Sicherheitsabstand zum Zaun. Doch von dem Augenblick an, da sie schließlich merkten, dass ihnen von "dem da mit den rollenden Schuhen" keine Gefahr droht, ignorierten sie mich einfach.
Es bleibt hügelig, wenn man weiterfährt. Noch so ein steiler Berg unmittelbar hinter der Kreuzung mit dem Wanderweg (Holperpflaster aus Friedrichs Zeiten) nach Neuglobsow, der am Teufelspfuhl vorbei über den Roofengraben mitten durch das Naturschutzgebiet führt! Von hier würde man auch den Nehmitzsee und das KKW erreichen.
Der steile Berg war einst gar nicht wahrgenommen worden, da die Straße etwas in das Gelände einschneidet. Die Gasleitung folgt aber dem Buckel, und der Rad- und Wanderweg auch. Aufwärts mit den Skates - kein Problem. Wie aber zurück? Mit dem Hang am Zeitz’-Koppel-Berg nicht ganz zu vergleichen, da er nicht ganz so hoch, ohne Kurven und der Auslauf ebenfalls gerade ist. Nur an der Kreuzung mit dem Forstweg ist noch Sand statt Bitumen - eine Falle für den Skater, der hier auf der Baustelle seinen Spaß sucht. Ich steige deshalb auf der Rücktour auf die Landstraße um und stelle dabei fest, dass sie an dieser Stelle gegen früher eine ganz schöne Buckelpiste geworden ist. Da gerade kein Auto kommt ist sie jedoch erträglich.
![]() Da saß ich dann plötzlich im Sand ... |
Mich zieht’s nach Blau, um zu erkunden, wie man hier in Sachen Rad- und Wanderweg mit dem langen steilen Berg umgegangen ist. Doch ich komme gar nicht an: Die Piste ist plötzlich zu Ende, und ich sitze mit dem Allerwertesten im Sand. Naja, schließlich eine Baustelle.
Ich steige wieder auf mein Fahrrad und radle zurück nach Sellenwalde. Oh ja, man hat zu tun, wenn man den Zeitz’-Koppel-Berg heraufstrampelt. Das kannte man aber schon aus den Zeiten, da noch auf der Straße gefahren werden musste. Nur: Es rückte einem dabei der rasende Gegenverkehr nicht so dicht auf die Pelle.
An die Kreuzung Sellenwalde fahre ich vorsichtig heran. Ich als Autofahrer verstehe nicht, wieso man die Überquerung der Landstraße ausgerechnet hier in diesem dunklen, kurvigen Bereich vornimmt. Doch dann stelle ich in der Rolle des Radfahrers fest, dass doch eine sehr gute Übersictlichkeit und (vor allem) auch eine hervorragende Akustik vorhanden ist. Stop-Schilder dürften nach Fertigstellung sehr hilfreich sein - und eine deutliche Geschwindigkeitsbeschränkung für die Kfz - am besten ein Schutzweg für die Benutzer des überquerenden Rad- und Wanderweges.
Fahrrad an den Baum, die Inline-Skates an, und jetzt damit die Überquerung getestet! Von Rheinsberg kommend kein Problem, da der Weg von unten nach oben geht, kann man bequem am Straßenrand stehen bleiben und Ausschau halten. Alles frei? Dann rüber über die Straße. Anstieg des Weges auf der anderen Seite - na das kann ja heiter werden, wenn ich zurückkomme!
Ich kann es mir nicht verkneifen, noch ein Stück in Richtung Menz zu skaten und den Ausflug zu geniessen. Eine Mutter hat ihren Sohnemann mit dem Auto hergefahren und hilft ihm beim Anziehen von Skates und Schutz. Dem Jungen ist anzusehen, wie sehr er sich über das Geschenk freut. Sie wird dabei bleiben und zuschauen. Das ist auch gut so.
Ich fahre zurück zur Kreuzung Sellenwalde. Eigentlich ist sie auch von dieser Seite mit den Skates ganz gut zu befahren. Da die Piste hier fast kein Gefälle hat, kann man vor der 90-Grad-Kurve vor der Überquerung erst einmal gut anhalten (Hierher würde auch das Stop-Schild gehören, gleichermaßen auch noch zum Festhalten), um sich zu vergewissern, ob man die Straße überqueren kann. Kein Auto kommt - also los, den kleinen Hang ‘runter und über die Straße. Nun sollte möglichst auf der anderen Seite keiner stehen oder gerade ankommen - denn ich muss die Kurve schneiden, um nicht auf dem Waldboden zu landen. Na gut, beim zweiten Male geht es schon besser.
Fazit:
eine prima Strecke, die 12 km, wenn auch noch nicht fertig. Die Überquerungen (Es soll mindestens noch eine zweite geben!) werden sehr gut zu sichern sein, um Unfällen vorzubeugen. Der Zeitz’-Koppel-Berg stellt eine große Gefahrenstelle dar, und man sollte doch noch an einer Alternativ-Piste basteln. Falls der Rad- und Wanderweg am Blau’schen Berg noch nicht gebaut ist, kann man ‘s vielleicht doch gleich noch moderater gestalten - vor allem nicht (wie auf der Landstraße) sofort nach dem langen, steilen Hang eine scharfe Kurve!Die Rheinsberger täten gut daran, wenn sie die Piste von der Waldschänke bis zur Stadt in der Breite dem neuen Weg anpassen und den Bahnübergang etwas komfortabler gestalten würden. Außerdem sollte der Rad- und Wanderweg nahtlos in den Gehweg am Stadion übergehen, damit weder Radfahrer noch Fußgänger noch Skater außerhalb des Ortes die neue Fahrbahn für Autos benutzen müssen.
Ich freue mich auf die Fertigstellung!
19.09.99 Sellenwalde - Roofen-Klause
Am 19. September zog mich die Neugier erneut an die Baustelle. Ja, es wurde weitergebaut zwischen Sellenwalde und der Waldschänke, aber die Bitumendecke fehlt noch. Also begann ich meinen Test in Sellenwalde.
Den Überweg kennen wir ja schon - ein wenig mehr aufzupassen als üblich, ist immer gut. Aber heute ist auf der Straße nicht allzuviel Verkehr, im Nu ist man auf der anderen Seite. Eine gute, saubere Piste erwartet mich. Ich habe allerdings den Eindruck, dass die Anstiege doch etwas steiler sind als die von der Strecke Rheinsberg-Zechlinerhütte. Die ganze Gegend ist auch hügeliger. Es macht Freude, hier zu fahren.
Am Zeitz’-Koppel-Berg weiche ich nicht auf die Straße aus sondern bleibe auf der Piste. Allerdings springe ich schon nach wenigen Metern des steilen Gefälles herunter - erstens, weil es mir immer noch zu blümerant ist, und zweitens, weil ein Radfahrer mir entgengekeucht kommt. Auf der Hälfte der Steilstrecke vor der eckigen Kurve - etwas höher als vor einer Woche - steige ich wieder auf, und ich stelle fest, dass man sich doch an die Strecke gewöhnen kann. (Nebenbeibemerkt: Heute sind die Pferde nicht auf der Koppel!)
Als Joachim Seypel und Familie vor 25 Jahren auf Fontanes Spuren die Mark beradelten, musste er lobend feststellen, dass die Straße von Menz nach Rheinsberg den Erhebungen der Landschaft folge ("Ein Yankee in der Mark"). Die wahren Erhebungen aber erkennt man erst jetzt als Benutzer des Rad- und Wanderweges!
Berg- und Talfahren kosten ganz schön Puste. Nicht weit vom Abzweig ins Naturschutzgebiet: Pferdeäpfel! Also wird die Piste auch als Reitweg benutzt. Nicht so sehr erfreulich - nicht für Radfahrer und Skater, und sicherlich auch nicht für die Pferde, die ja eigentlich lieber durch den Sand traben - aber das wissen ja wohl die Reiter noch nicht. Und dass man die Tierexkremente als "Herrchen" oder "Frauchen" - oder wie man gerne sonst noch betitelt werden möchte - beseitigen muss, haben die Reiter genausowenig gehört wie viele Hundebesitzer.
Auf das vorläufige Ende der Piste vorbereitet, springe ich rechtzeitig herunter, ohne wieder auf dem Hinterteile zu landen, und - da kein Auto kommt - benutze die Straße. Gräßlich, die rauhe und bucklige Autopiste im Vergleich zum gerade eben verlassenen Rad- und Wanderweg! Bei Gegenverkehr springe ich wieder von der Straße herunter; denn das Motorengeräusch verhindert, dass ich hören kann, ob von hinten ein Auto kommt.
Der Weg im Straßengraben ermöglicht mir, einiges von der entstehenden Piste zu entdecken. Es ist der Blau’sche Berg: Die Gastrasse ist verschwunden, und nun wird sich der Weg zwischen den Bäumen hindurch winden! Inwieweit das nun gut zum Skaten ist - ich werde mit dem Urteilen abwarten, bis ich nicht nur schauen muss!
Oben angekommen befinde ich mich an der zweiten Kreuzung des Rad- und Wanderweges mit der Landstraße. Von hier aus verläuft er links der Straße durch den Wald - es sind hier schon viel Herbstlaub und jede Menge Kiefernnadeln gefallen, die in diesem Jahr besonders stark zu fallen scheinen (So jedenfalls berichtet der Boden unter unserer Ponderosa im Vorgarten).
Ob man hier die "Waldfreundlichkeit" nicht etwas übertrieben hat, frage ich mich ernsthaft. Natürlich bereiten die Kurven um die Bäume beim Skaten mehr Spaß als gerade Strecken - aber etwas reichlich verspielt mutet dieser Kurs doch an! (Oh diese Meckerer! Kann man es den Leuten jemals recht machen? Opfert man 'nen Baum, schreien die einen, bleibt er stehen, lästern die anderen, und macht man beides, hat man mit Sicherheit alle beide im Nacken!) Und Erfahrungen mit Robinien scheinen die Erbauer auch noch nicht zu haben; sie hätten besser daran getan, drei krüppelige Robinien zu roden, als den Weg um das baumige Unkraut herum zu führen - die Verschonten werden die ersten sein, die den Weg zerstören.
Wie gut, dass dort, wo rechts der Straße die Äcker beginnen, links nach einer 90°-Kurve ein gerader Weg zur Gaststätte "Roofen-Klause" führt, dem der Rad- und Wanderweg auch folgt. Leider nur bis zu der Gaststätte, dann ist Schluß mit Skaten. Eigentlich hätte ich ja noch ganz gern den Anschluss an den Rad- und Wanderweg nach Neuglobsow erreicht.
Gut, wollen wir mit der Baustelle nicht ungeduldig sein, kehren wir also um. Ein Teil des Blau’schen Berges wird wieder auf der Landstraße bewältigt, dann wird auf der neuen Piste bis Sellenwalde durchgezogen. An den Hängen immer wieder schnaufende und schiebende Radfahrer. Die "Steilwand" am Zeitz’-Koppel-Berg macht selbst dem Skater zu schaffen.
So viel Ruhe in Sellenwalde, dass man selbst weiter entfernte Motoren hören kann; da ist ein Halt vor dem Überqueren nicht angesagt. Hinüber und - Schluss! Jedenfalls ist die Piste zu Ende, und das Fahrrad wartet auch schon. Der Ausflug hat wieder einmal Spaß gemacht! Bis zum nächsten Male!
Ach, übrigens stelle ich es mir für die Rheinsberger und die in Rheinsberg weilenden Urlauber gut vor, wenn eine befestigte, abkürzende Piste nach Neuglobsow durch's Naturschutzgebiet entstünde, vorbei am geheimnisvollen Teufelspfuhl, über den Roofengraben mit der Möglichkeit, zum Nehmitzsee und dem ehemaligen KKW abzubiegen, ggf. bis Straasen zu fahren ...
Rheinsberg - Sellenwalde
Nach Erscheinen der Pressenotiz über die Fertigstellung des Teilstückes Waldschänke - Sellenwalde machte ich mit Skates an den Test.
Der Gehweg endet in Rheinsberg an einer hübschen Grünanlage vor der Kita am Stadion. Hier gehts nicht weiter - sogar Fußgänger müssen auf die neue Fahrbahn. Ich nutzte sie auch, um bis zum Rad- und Wanderweg zu kommen. Nun, es ist kein großes Vergnügen, mit langsamen Inline-Skates die Strecke bis zur Waldschänke zu benutzen; sie ist recht rumpelig und schmal. Besonders unkomfortabel: der Bahnübergang, wo die Piste für die Breite der Gleisanlage auf die Straße geführt wird. Das einst mit viel Engagement erstellte Radwegteilstück kann den heutigen Bedürfnissen nur noch bedingt genügen.
Die Entschädigung kommt an der Waldschänke, von hier geht es auf neuer Bitumenunterlage moderat bis nach Sellenwalde. Ein erholsames Stück Weg - nicht aufregend, aber schön! Hier können auch Anfänger gut fahren.
Hierzu eine Pressemitteilung; um sie zu lesen, verlässt du die Seite:
22.09.99: Pressenotiz: Fertigstellung Sellenwalde-Waldschänke
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Märkische Allgemeine vom 28.09.99, S.13 (Ruppiner Tageblatt):
Falsch! Die Piste ist nicht durchgehend von Zechlinerhütte bis nach Neuglobsow. Hier wurde im Überschwang über das - wirklich tolle! - Ergebnis des Rad- und Wanderwegebaus leicht geschwindelt. Die Piste ist zumindest in den Orten Rheinsberg und Menz unterbrochen, hier gibt es keine verbindenden Radwege! Das ist nicht nur für die Skater schlecht, auch den Radwanderern dürfte es kein Vergnügen bereiten, sich im Sommer durch die vollgestopften Straßen von Rheinsberg zu quälen. Sicherlich kann nicht alles mit einem Male entstehen. Aber bei der Neugestaltung der Karl-Marx-Straße hat man wohl - trotz vorhandenen Platzes - die Radwege vergessen, während man den Fahrdamm an Breite reduzierte. Oder war es vielleicht sogar Absicht - etwa eines der gewöhnlichen Historien-Husarenstücke in der Stadt, ganz nach dem Motto: Zu Fritzchens Zeiten gab es keine Fahrräder, also ist es unhistorisch, den Stadtkern mit Radwegen zu verschandeln!? Doch genug räsonniert! Kaum hatte ich die Zeitungsnotiz gelesen, machte ich mich mit Inline-Skates auf den Weg zum Blau-Berg, wo jedoch die fleißigen Bauarbeiter noch mit dem Aufbringen der Asphaltdecke zu tun hatten. Da gerade die nächste Fuhre Asphalt fehlte, nutzte ich die Gelegenheit für ein kurzes Gespräch, insbesondere um meinen Dank auszudrücken. Aber wir konnten auch über die Gefahren reden: die Wegeinmündungen ohne Asphaltüberzug und die steilen Berge mit Kurven und darüber, dass es schon die ersten Unfälle gegeben hatte. Nun, der Blau-Berg wäre nicht so schlimm wie der Zeitz’-Koppel-Berg, ich dürfe schon testen. Weil ich gleichzeitig erfahre, dass am Tage zuvor der Anschluss von der Roofen-Klause bis zur Straße im Dorf fertiggeworden ist, fahre ich erfreut jedoch erst einmal dorthin und finde dort eine wunderbare Piste vor, die auch den Kfz. zugedacht sein wird. Jedenfalls warnt ein Schild vor spielenden Kindern. Sicherlich dürfte die Piste durchaus auch ein Spielplatz für die Ferienkinder werden. Aber die Eltern sollten dann schon in der Nähe bleiben. Das Stück vom Ferienheim bis zur Dorfstraße ist eine ältere Bitumenstraße, hier haben die Baumwurzeln mit den Jahren ihre eigene Formbildung vollbracht. Die Bauarbeiter sind gerade dabei, die vielen Wellen zu beseitigen. Für den Skater fast schade; der Weg hätte eine natürliche Fun-Box sein können. Nur sollen hier aber auch andere Verkehrsteilnehmer glücklich sein! Der Weg endet an der Rheinsberger Straße, kurz hinter dem Ortseingangsschild. Skate-End! Hier heißt es, Schuhe an und die Skates in den Beutel, auf Schusters Rappen zum Rad- und Wanderweg nach Neuglobsow. Aber nicht heute.
Ich drehe um, weil ich den Blau’schen Berg noch unter die Rollen nehmen will. Die kurvige Fahrt bis dorthin macht mehr Spaß als beim ersten Male. Am Anschluss wird auch noch gebaut, aber es fehlen nur wenige Meter, und dann bin ich auf der Piste, die zunächst noch sanft wellig verläuft. Dann jedoch ein unerwarteter Sturz, der trotz Schutzes sogar weh tut, beim Kreuzen mit dem Waldweg - ich muss wohl zu schnell gewesen sein. Wieder auf den Beinen, geht’s dann aber rasant bergab - zu rasant für mich beim ersten Test! Ich springe zweimal von der Piste, weil ich ja am unteren Wege eine Straßenwalze weiß, gegen die zu prallen es mich nicht gelüstet. Außerdem kann man sich wegen der Kurven kein umfassendes Bild über den Gegenverkehr machen. Die kinetische Energie beim Aufkommen im Gras ist so groß, dass ich nicht auf den Füßen bleibe sondern abrollen muss, um abzufangen - nicht ganz ungefährlich; denn am Wegrand sind im Rasen spitze Stümpfe von gefällten kleinen Kiefern. Zum Glück erwische ich sie nicht! Die "Rasenbremse" hat lediglich die Kleidung verschmutzt. Im untersten Abschnitt wird man dann noch ausreichend schnell, um bis an die Baustelle zu rollen. Gut, prima, es besteht Qualifizierungsbedarf. Jedenfalls würde ich keinem Anfänger raten, den Blau-Berg einfach zu nehmen - genau so weinig wie den Berg am Abzweig ins Naturschutzgebiet und den Zeitz’-Koppel-Berg. Aber sonst ‘ne gute Strecke. |