Märkische Allgemeine vom , S.18 (Ruppiner Tageblatt):

So schön Fahrradwege durch den Wald sind, herabgefallene Kiefernzapfen oder ganze Äste können zu einer Gefahr für Radfahrer und Rollerblader werden. Im Amt Rheinsberg wird jetzt darüber nachgedacht, wie das Problem gelöst werden kann.

Verändertes Foto von Jürgen Rammelt

Gefährliche Kiefernzapfen

Fahrradwege durch den Wald machen nicht nur dem Amt Kummer

AMT RHEINSBERG. Die in den vergangenen Jahren im Amt Rheinsberg entstandenen Fahrradwege lösen bei den Nutzern nicht nur Freude aus. Der Linower Hartmut Templin, der hin und wieder die Wege mit dem Fahrrad oder mit den Rollerblades befährt, sieht in der Nutzung eine Gefahr. Besonders herumliegende Kiefernzapfen oder abgefallene Äste könnten unter Umständen besonders bei Bladern zu Stürzen führen. "Vor allem für Kinder, die noch nicht so geübt sind, ist die Sturzgefahr besonders groß", gibt Templin zu bedenken.

"Während Fahrradfahrer immer noch gut ausweichen können, sind die kleinen Zapfen, wenn sie in die Rollen kommen, kreuzgefährlich." Willi Schwartz vom Rheinsberger Bauamt kennt das Problem. "Radwege durch den Wald sind zwar die landschaftlich schönere Variante, aber was deren Pflege betrifft, machen die schon eine Menge Arbeit", erklärt der stellvertretende Bauamtsleiter. Er berichtet, dass der Bauhof bereits hin und wieder die Radwege gefegt hat. Allerdings sei das beim nächsten größeren Sturm nicht mehr zu sehen, da dann wieder neue Zapfen und Äste auf den Wegen liegen.

Was die Nutzung der für Radfahrer gebauten asphaltierten Pisten durch Blader und den Versicherungsschutz bei eventuellen Unfällen betrifft, will sich Schwartz nicht festlegen. "Eigentlich kann ich auch nicht auf der Autobahn mit dem Fahrrad fahren", gibt er zu bedenken. "Das ist ein Fall, der rechtlich durch das Amt geprüft werden muss", meinte der Mitarbeiter des Bauamtes.

"Mir ist nicht bekannt, dass es schon Unfälle gegeben hat", erklärt Rheinsbergs Bürgermeister Manfred Richter. Er berichtet, dass der Bauhof schon einige Male die Wege mit der Kehrmaschine gefegt hat. Das wäre auch vor der ersten Skate Night vor wenigen Tagen der Fall gewesen. "Die trockenen Bäume müssen wir uns mal ansehen."

Was die Verantwortlichkeit betrifft, seien die jeweiligen Gemeinden zuständig, auf deren Gemarkung die Radwege liegen, so Richter. Bisher hätten aber die Mitarbeiter des Rheinsberger Bauhofes an der Grenze der Stadt nicht Halt gemacht und den ganzen Weg gefegt. "Sollten wir uns entscheiden, die Radwege regelmäßig zu säubern, dann müssen wir mal im Amtsausschuss darüber sprechen, wie die Kosten verteilt werden. Einfach so mal langfahren, kann nicht die Lösung sein", erklärte Richter.

JÜRGEN RAMMELT

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Website erstellt: 31.08.2001