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Verantwortung
der Erwachsenen
Was Kinder
wann können

Verkehrs-Experte 1/98, S.17:

Kinder im Verkehr:

Erst ab dem elften oder zwölften Lebensjahr denkt das Kind im Prinzip nach den gleichen logischen Gesetzen wie der Erwachsene.

Verantwortung der Erwachsenen

Die Gefährdung der Kinder im Straßenverkehr geht in der Regel von den Erwachsenen aus. Die Verkehrsumwelt ist in den wenigsten Fällen auf die Bedürfnisse der Kinder abgestellt. in der Regel ist sie für das Vorankommen der Kraftfahrer gestaltet. Die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Kinder ist in den vergangenen 20 Jahren zwar stark zurückgegangen: 1972 wurden 2114 Kinder bei Verkehrsunfällen in den alten Bundesländern getötet, 1997 waren es 197 Kinder. Nach wie vor ist jedoch die Zahl der verletzten und schwerverletzten Kinder äußerst hoch: 1997 wurden in Deutschland ca. 30500 Kinder bei Verkehrsunfällen verletzt.

Seit über 15 Jahren werden durch das Programm des Deutschen Verkehrssicherheitsrates "Kind und Verkehr" Millionen Väter und Mütter mit Vorschulkindern bundesweit in kostenlosen Elternveranstaltungen über die altersabhängigen Fähigkeiten ihrer Kinder im Straßenverkehr informiert. Die Eltern erhalten Anregungen, wie sie einen möglichst sicheren Spielbereich für ihre Kinder festlegen und wie sie ihre Kinder auf eine selbständige Teilnahme am Straßenverkehr vorbereiten können. »Wesentlich dabei ist, dass bereits in sehr frühem Alter, etwa ab drei Jahren, richtiges Verhalten im Verkehr geübt wird«, betont Verkehrspsychologe Dr. Rudolf Günther. Nur so könnten die Grundlagen gelegt werden für später, wenn sich der Aktionsraum der Kinder vergrößere.

Was Kinder wann können:

3-4 Jahre

Kinder haben Schwierigkeiten, ein fahrendes von einem stehenden Fahrzeug zu unterscheiden. Sie meinen auch, ein Auto habe keinen Bremsweg.

6 Jahre

Kinder haben immer noch einen stark eingeengten Blickwinkel: Sie sehen etwa ein Drittel weniger als Erwachsene. Sie können nach wie vor ihre Aufmerksamkeit nicht teilen und Unwesentliches nicht von Wesentlichem trennen.

7 Jahre

Sie können rechts und links einigermaßen unterscheiden. Sie beginnen, Vorstellungen, Wahrnehmungen und Gefühle voneinander zu trennen.

8 Jahre

Sie sind halbwegs sichere Fußgänger und entwickeln erste Grundfähigkeiten fürs Radfahren. Sie können die Richtung von Geräuschen bestimmen und beginnen die Abhängigkeit von Größe und Entfernung sowie Zeit und Entfernung zu begreifen.

mit 14 Jahren

Alle Fähigkeiten fürs Radfahren sind vorhanden. Kinder reagieren immer noch deutlich langsamer als Erwachsene. Sie haben immer noch Schwierigkeiten, Geschwindigkeiten richtig einzuschätzen.


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Schulnetz Rheinsberg
Quelle (Bild und Text): s.o.
Erstellt: 23.08.99